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Literarischer Stadtspaziergang auf den Spuren Gustav Reglers

Dienstag, 15. August 2017 – 10-15 Uhr, Merzig


Gustav Regler gehört zweifellos zu den bedeutenden deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Die Prägungen seiner Kindheit in der damaligen Kleinstadt Merzig, widerspiegeln sich ausdrucksstark in seinen Lebenserinnerungen „Das Ohr des Malchus“.

Wir begeben uns auf die Spurensuche des Schriftstellers unter Zuhilfenahme auch weiterer Schriften seiner einzelnen Lebensstationen Merzig-Moskau-Madrid.

Stadtspaziergang mit historischen Erläuterungen und Lesungen aus den Werken Gustav Reglers.

Dienstag, 15. August 2017 (Maria-Himmelfahrt)

Treffpunkt: 10 Uhr Stadthaus Merzig, Poststraße (Fußgängerzone) direkt neben der Buchhandlung Rote Zora

Abschließend Imbiss mit Weinverkostung auf dem Kreuzberg, Ende: ca. 15 Uhr

Lesungen: Max Hewer, Volker C. Jacoby,Dr. Reiner Marx, Dr. Georg Schroll

Für die Veranstaltung wird ein Teilnehmerbeitrag in Höhe von 20,- Euro erhoben.

Vom Stadthaus aus geht es über den Gustav-Regler-Platz zum alten Jüdischen Friedhof bis auf den Kreuzberg. Nach dem Anstieg wartet dort oben auf die Teilnehmer ein Imbiss und Proben des Kreuzberg-Weines, präsentiert von Manfred Klein, Wein- und Kulturfreunden Merzig-Kreuzberg e.V.

An der Veranstaltung nehmen auch die Nichte des Schriftstellers Annemay Regler-Repplinger und der 1.Beigeordneter der Stadt Merzig Dieter Ernst teil, die zu Beginn des Spazierganges Begrüßung und Einführung geben werden. Das Ende ist geplant gegen 15 Uhr.

 »Wir spielten, daß ich im leeren Bach des Mühlbachs einen vergrabenen Schatz ausbuddeln sollte. Während ich fiebrig mit den Händen im Schlamm grub, lüfteten sie oberhalb das Wehr. Im Gelächter der Freunde stehend, während rings um meine nassen Kleider der ganze Müll und Gestank aller Gewässer aufstiegen,…wurde ich solidarisch mit allen, die im Märchen und in der Stadt verfolgt und gefoltert wurden.«
Aus Gustav Regler: »Das Ohr des Malchus«


Titelfoto: Gustav Regler an der Kreuzbergkapelle 1932,
Foto oben: Gustav Regler vor dem Merziger Stadthaus 1961 mit seiner Nichte Annemay
beide Fotos: © Gustav-Regler-Archiv Merzig

Veranstalter ist die Rosa Luxemburg Stiftung/Peter Imandt Gesellschaft mit Unterstützung des Gustav-Regler-Archives Merzig und der Buchhandlung Rote Zora

    

Anmeldung und Errichtung des Teilnehmerbeitrages in Höhe von 20 €. Dieser enthält die geführte Wanderung und einen Imbiss auf dem Kreuzberg und ist vorab zu entrichten.

PETER-IMANDT-GESELLSCHAFT /ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG Saar
Futterstraße 17-19, 66111 Saarbrücken, Telefon: 0681 5953892, eMail: imandt@web.de

Kontoverbindungen: Peter-Imandt-Gesellschaft IBAN: DE20 5905 0101 0090 0179 89 bei der Sparkasse Saarbrücken

 

Die Bücher über Gustav Regler erhalten Sie in unseren beiden Buchhandlungen rote zora Merzig und Losheim oder in unserem Rote-Zora-Webshop

 

Gustav Regler:
Das Ohr des Malchus - Eine Lebensgeschichte

Band 10 der Werkausgabe, Leinen, 843 Seiten,
Stroemfeld Verlag, 978-3-87877-442-6, 34 €

Bandzählung: Bd. 10Gustav Reglers 'Das Ohr des Malchus. Eine Lebensgeschichte' erschien zuerst 1958 und wurde ein großer internationaler Erfolg - in einer Zeit, da apologetische Autobiographien Konjunktur hatten, als literarische Instrumente der Selbstrechtfertigung und der Selbstfindung. Der Titel ist ein Programm, er zitiert Matthäus 26,51 f.: 'Denn wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen'. Der 1898 in Merzig/Saar geborene und 1963 in Indien gestorbene Autor konnte zu diesem Zeitpunkt ein umfangreiches OEuvre vorweisen. Ein bewegtes und stets gefährdetes Leben: katholische Kindheit in Merzig, zunächst patriotisch hochgestimmte Teilnahme am Ersten Weltkrieg mit schwerer Verwundung, Studium in Heidelberg und München, Arbeit als Journalist in Nürnberg, Eintritt in die KPD 1929, 1933 Emigration in das Saargebiet und nach Frankreich, Engagement und Agitation als Schriftsteller im Exil, Mitarbeit am 'Braunbuch' über den Reichstagsbrand, Teilnahme an Schriftstellerkongressen in Moskau und Paris, Reisen in die Sowjetunion, politischer Kommissar im Spanischen Bürgerkrieg und schwere Verwundung, Lagerhaft in Le Vernet, schließlich Exil in Mexiko, Lösung von der KPD und Anfeindungen als Renegat. Der Bericht endet im Jahr 1945 mit dem Tod seiner Frau Mieke, der Tochter Heinrich Vogelers. 1957 fügt er dem fertigen Manuskript einen Anhang an mit Erläuterungen, und damit beginnt ein interessanter Rezeptionsprozeß der politischen Wertungen und Wahrheitsfragen. Das eigene Erleben markanter Ereignisse des 20. Jahrhunderts, die persönlichen Begegnungen u. a. mit André Malraux, Ernest Hemingway, Maxim Gorki, Karl Radek: ein exemplarischer Lebenslauf im 'Jahrhundert der Ideologien' (Raymond Aron).


Gustav Regler:
Gesammelte Gedichte - Hahnenkampf. Komödie

Band 11 der Werkausgabe, Leinen, 605 Seiten
Stroemfeld Verlag, 978-3-87877-444-0, 34 €

 

 

 

 

 

Gustav Regler - Klaus Mann: Briefwechsel
Supplement zur Regler-Werkausgabe, Leinen, 120 Seiten

Stroemfeld Verlag, 978-3-86600-168-8, 24,80 €

Dokumente einer Freundschaft im Exil. Von 1933 bis 1942 unterhielten Klaus Mann und Gustav Regler eine rege Korrespondenz. Überliefert davon sind allerdings nur 12 Briefe: elf von Regler sowie ein nicht abgeschickter Briefentwurf von Mann. Aus diesen Schreiben, aus Tagebüchern und aus anderen Quellen lässt sich die Beziehung zwischen den beiden Autoren
in diesem Jahrzehnt recht gut nachzeichnen.
Trotz unterschiedlicher politischer und literarischer Auffassungen werden die gegenseitige Wertschätzung und das große Interesse am Werk und an der Person des anderen deutlich.

Ralph Schock hat die unveröffentlichten Briefe, die im Nachlass von Klaus Mann überliefert wurden und in der Handschriftenabteilung der Stadtbibliothek München
aufbewahrt sind, erstmals dokumentiert.


Gustav Regler:
Der große Kreuzzug - Tagebuch 1937 aus dem spanischen Bürgerkrieg

Band 4 der Werkausgabe, Leinen, 767 Seiten
Stroemfeld Verlag, 978-3-87877-430-3, 34 €


Dieser Roman handelt vom Goldenen Zeitalter der Internationalen Brigaden, als ihr Gold Eisen war. Er handelt von jener Zeit, als die Elfte und die Zwölfte Brigade in den Kämpfen von Boadilla del Monte, an der Arganda-Brücke, im Pardo, in Algora und Mirabueno und schließlich in Guadalajara die Hauptstadt Madrid verteidigten. Niemandem steht es mehr zu als Gustav Regler, von diesen Kämpfen zu berichten, die Madrid retteten. Er war überall dabei.


Gustav Regler:
Die Saat - Roman aus dem Bauernkrieg

Unionsverlag, 978-3-293-20630-4, 12,95 €

1493: Die elsässischen Bauern planen den Aufstand gegen die drückende Herrschaft der Fürsten. Doch die »Bundschuh«-Mitglieder werden verraten und hingerichtet. Joß Fritz, einem Schwarzwälder Bauern, gelingt die Flucht. Mit seiner unterm Wams versteckten Bauernfahne taucht er immer wieder dort auf, wo die Bauern sich erheben, und wird zur Legende.


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Buchhandlung Rote Zora Merzig
Poststraße 22
66663 Merzig
Tel. (06861) 75599
Fax (06861) 780769
info@rotezora.de

Öffnungszeiten Merzig:
Montag-Freitag: 9-18.30 h
Samstag: 9-15 h


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Trierer Straße 3
66679 Losheim am See
Tel.: (06872) 91577
Fax.: (06872) 91579
losheim@rotezora.de

Öffnungszeiten Losheim:
Montag-Freitag:
9.00-12.30 h, 14-18 h
Samstag: 9-13 h



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